ORTHOCHROME wurde 2004 gegründet. Das Archiv sammelt, digitalisiert und archiviert analoge, private Alltagsfotografien und -dias, die überwiegend aus den 1950er- und 1960er-Jahren stammen. Ziel von ORTHOCHROME ist es, diese Dokumentationen des eigenen Lebens vor dem Vergessen zu bewahren. Stellte das inzwischen über 100.000 Fotografien umfassende Archiv ursprünglich seine Bestände KuratorInnen und KünstlerInnen für historische Ausstellungen und Projekte zur Verfügung, wird es mittlerweile nicht mehr öffentlich zugänglich betrieben. ORTHOCHROME verwendet die Fotografien heute für eigene, teils in Zusammenarbeit mit geladenen KünstlerInnen realisierte Projekte. Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, Besonderheiten der Aufnahmen herauszuarbeiten, inhaltliche Ebenen freizulegen und Aspekte sichtbar zu machen, die bei einer vordergründig authentischen Faksimile-Wiedergabe meist unsichtbar blieben. Zu den meisten Bildern des Archivs besitzt ORTHOCHROME keinerlei Informationen über die Umstände ihrer Entstehung oder die FotografInnen.